Flughafenstimmung


Ich weiß nicht, wie es euch geht, doch ich halte mich gerne am Flughafen auf. So viele verschiedene (Menschen-)Eindrücke auf einmal. So viele Emotionen. Flughafenstimmung eben.

Menschenmassen. 
So viele verschiedene Menschen. 
Verschiedene Kulturen, verschiedene Sprachen, verschiedene Nationen. 
Alle an einem Ort. Nicht miteinander, doch sehr wohl nebeneinander. 

Junge Mädchen. Schulabschluss. 
Auf in das erste große (eigenständige) Abenteuer ihres Lebens.
Die Aufregung und ein wenig Furcht sind in ihren Augen zu erkennen. 
Die Augen der Eltern sprechen Bände. Stolz, Trauer, Liebe. So viel Liebe. 

Flughafenstimmung. 

Geschäftsmänner. Solide. Seriös. Ja, manche sogar sexy. 
Anzug, Krawatte und Aktenkoffer. 
Einige zum Flieger hetzend. Andere entspannt und Kaffe trinkend. 
Oder telefonierend. 
Business Baby. 

Junge Pärchen. Urlaub. Zeit zu Zweit. 
Die Augen funkeln, Händchen werden gehalten. 
Vorfreude und Reiselust. 
Schmetterlinge sind in der Luft. 

Flughafenstimmung. 

Abschied. Kinder. Eltern, Paare. 
Tränen fließen oder werden zurück gehalten. Beiderseits. 
Umarmungen, Küsse, Emotionen. 
Auf wiedersehen! 

Hektik. Stress. Schlechte Laune.
Eilend, bangend, hoffend. 
Eigenes verschulden oder unglückliche Zufälle? 

Flughafenstimmung. 

Familienurlaub. 
Eltern. Leicht gestresst mit der Sehnsucht nach Entspannung. 
Kinder. Aufgedreht, hibbelig, fasziniert. 
Oder gelangweilt und maulig. 
Mit Kopfhörern im Ohr, aufs Handy starrend. 
An Mamas Rock ziehend, reden ohne Pause. 
Reisen mit Kindern. 

Überteuerte Lebensmittel. Souvenirs. 
Kinder mit Plüschtieren in der Hand. Aufatmende Eltern. 
Überteuerte Designertaschen. Frau glücklich. 
Die Stange Zigaretten. Weil so schön günstig. 
Naja, und krankmachend. 

Flughafenstimmung. 

Kinder. 
An den Scheiben klebend. 
Flugzeuge beobachtend. 
Staunend. Aufgeregt. Schreiend. 
Abwechslung vom gewöhnlichen. 

Und ich? Mitten drin. 
Die verunsicherte Mutter mit Baby in der Trage. 
Koffer. Wickeltasche. Winterjacke. 
Zerzaustes Haar, Schweißperlen auf der Stirn. 
Hoffnung, dass alles wird.
Dass alles gut geht. 
Dass ich mich zurechtfinde. 

Immer ein wenig selbstzweifelnd. 
Stolz und erleichtert, wenn alles gut geht. 
Nun: Hoffnung auf Kaffee. Müdigkeit bekämpfen. 

Sehnsucht nach der Ferne. Mitfühlend bei Emotionen anderer. 
Menschen beobachtend. Ich versuche sie zu lesen. 
Ich lehne mich zurück. Und lächle. 

Flughafenstimmung. 




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