Zwei Monate Sohnemann-Liebe ♦ Monatsbrief an meinen Sohn

Foto von  René Weides


Die Zeit. Sie rast so schnell an mir, an uns allen vorbei, dass ich sie manchmal am liebsten anhalten würde. Gerade erst hielt ich mein frisch geborenes Baby in der Hand und zack, da ist das ach so kleine Baby schon ein prächtiges Kerlchen geworden. 



Hey kleiner Mika,

mit deinen gerade mal zwei Monaten, bist du schon ganz schön groß, wie ich finde. Du wiegst nun schon 6,3 kg und bist 62 cm lang. Man kann dir beim Wachsen regelrecht zusehen! Ich vermute mal, dass du wie deine Schwester ein echtes Speckbaby wirst. 

Du bist im letzten Monat viel aktiver geworden. Du schläfst zwar immer noch sehr viel und ziemlich gerne, doch wenn du wach bist, dann strampelst du ganz aufgeregt mit deinen Armen und Beinen. Dabei atmest du ganz wild, denn Strampeln ist für dich wie Sport. Es ist ziemlich anstrengend. Sobald Papa, PauPau oder ich mit dir reden, schenkst du uns das breiteste und süßeste Grinsen überhaupt! Vor allem am Morgen verzauberst du uns mit deiner guten Laune! Außerdem führst du nun deine ersten Babygespräche mit uns. Wenn wir "Auuu" sagen, erwiderst du ein leises, aber zuckersüßes "Auu". 
Hach, und deine Schwester... sie kann kaum die Finger von dir lassen. Du bist und bleibst eben ihr kleiner "Brudi Pita", den sie sehr liebt. 

Du, mein kleiner Sohnemann, trägst dazu bei, dass die Babyzeit mit dir hier unglaublich harmonisch verläuft. Du trinkst, du pupst, du schläfst. Und das alles machst du wirklich toll und ohne Probleme. Wir können dich fast immer ganz schnell zufrieden stellen. Wenn mal nichts geht, dann hilft dir vor allem eins: dein geliebter Fliegergriff. Dann wirst du ganz ruhig und beobachtest das Geschehen um dich herum. Seit einiger Zeit sabberst du uns den Arm dabei sogar ganz nass, bis du schließlich eingeschlafen bist. Was nun auch vermehrt vorkommt: du schläfst alleine ein, ganz ohne Hilfe. Wir legen dich einfach neben uns. Du lauschst den Stimmen deiner Familienmitglieder, atmest immer rhythmischer und schläfst ein. Diese Momente sind für mich mit zwiespältigen Gefühlen verbunden: 

zum einen freue ich mich so sehr darüber, dass du selbst in den Schlaf findest. Dass dir das scheinbar keine Probleme bereitet. Doch zum anderen fühle ich mich, als würde ich dir unrecht tun. Gebe ich dir genügend Nähe? Deine Schwester hat damals so viel mehr Nähe eingefordert und sie bekommen, dass ich bei dir das Gefühl habe, dir nicht im Ansatz so viel Nähe zu geben wie ihr. 

Ich schätze, dass ich jedoch auch einfach akzeptieren muss, dass es dir in dem Moment gut geht und ich dich so schlafen lasse, wie es für dich wohl gerade am besten ist- auch wenn das mich nicht einschließt. 

Du machst es uns wirklich noch immer so einfach, wie es schon zu Anfang mit dir war. Du hast einen recht festen Tages-Rhythmus, der uns viel Routine und Planung ermöglicht. Du schläfst die ganze Nacht und weckst mich nur für ein oder zwei Stilleinheiten, um dann wieder von ganz alleine in den Schlaf zu finden. Wenn deine Schwester mit mir spielen möchte, dann liegst du ganz friedlich unter deinem Spielbogen und beobachtest die Figuren. Und wenn Mama mal nicht kann, dann akzeptierst du auch ohne Probleme den Papa oder die Omas und Opas. Es sei denn, du bist hungrig. Dann hilft eben nur eins: die Mama. 

Im vergangenen Monat hast du sogar die ein oder andere Stadt kennengelernt. Wir haben einen dreitägigen Urlaub an der Ostsee in Warnemünde gemacht. Wir sind auf die Kind- und Jugendmesse nach Köln gefahren und waren für ein Wochenende in Berlin. Grundsätzlich machst du das alles prima mit. Doch ab etwa 18 Uhr magst du es ganz ruhig. Dann möchtest du nicht mehr unterwegs sein, nicht im Maxi Cosi liegen, keine Hintergrundgeräusche hören, die dir nicht bekannt sind und auch nicht im Kinderwagen liegen. Dann möchtest du nur eines: in einer ruhigen Umgebung auf Mamas oder Papas Arm sein. Wenn wir zu dem Zeitpunkt doch nich unterwegs sind, dann weinst du ganz bitterlich und ich fühle mich dann furchtbar. Furchtbar, weil ich dich diesen Situationen aussetzte. Deswegen werden wir uns im kommenden Monat viel zu Hause aufhalten. Dir mehr Zeit geben, um dich an diese laute Welt zu gewöhnen. Wir werden es uns zu Hause gemütlich machen. 

Mein kleiner Sohnemann, zwei Monate. Zwei Monate die so schnell vergangen sind und so unglaublich schön waren mit dir. Schön waren zu viert. Ich bin zwiegespalten, weil ich nicht weiß, ob ich die Zeit anhalten möchte, damit du immer mein kleines Baby bleibst oder ob die Zeit schneller vergehen soll, damit wir all deine Fortschritte schon ganz bald erleben. Mir bleibt nichts anderes übrig, als jeden Moment aufzusaugen und zu genießen. 

Just in diesem Moment beobachte ich dich. Wie du neben mir auf dem Sofa liegst und mal wieder einfach eingeschlafen bist. Du lächelst. 

Hach Mika, was liebe ich dich sehr!

xxx, Mama ♡ 

Foto von René Weides


1 Kommentar:

  1. Liebste Bini,
    dein Brief ist so wundervoll geschrieben, dass man beim Lesen deine Liebe spürt.
    Ich freue mich so unglaublich für euch.

    Janina ♡

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