♢ Bodys, Kinderwagen & Co. ♢♢ Babys Erstausstattung ♢


Sobald man ein Baby erwartet, verändert sich das Einkaufsverhalten. Man schaut nicht mehr primär nach Kleidungsstücken für sich selbst. Nein, die angehende Mama hält die Augen auf nach süßen, praktischen und nützlichen Dingen für das Baby. Aber was braucht das Baby in den ersten Monaten wirklich und worauf kann man getrost verzichten? Ich verrate euch, wie wir es diesmal handhaben.

Garderobe 
Die Garderobe hängt ganz klar davon ab, zu welcher Jahreszeit und in welchem Monat das Kind zur Welt kommt. Ein Winterbaby braucht schließlich wärmende Kleidung, während ein Sommerbaby luftig, leichte Kleidung benötigt. Ich versuche es dennoch allgemein zu halten, denn gewisse Basics brauchen alle Babys, ganz gleich, wann sie im Jahr geboren werden.

Was für mich in der Garderobe anfangs unglaublich wichtig ist, sind Bodys. Pauline hat damals so viel gespuckt, dass sie täglich mehrmals umgezogen werden musste. Reichlich Bodys sind also sehr empfehlenswert. Es sei aber auch gesagt, dass Babys in den ersten Wochen rasant wachsen und an Gewicht zulegen, sodass besonders kleine Größen (wie Gr. 50/56) sehr schnell viel zu klein sind. Ich würde sagen, dass 6-8 Bodys für die Anfangszeit reichen sollten, mit der Kompromisse, dass die Waschmaschine wohl täglich laufen wird. Das wird sie jedoch ohnehin, wenn ihr ein Spuckbaby haben solltet. Denn dann werdet ihr auch ziemlich viele Spucktücher/ Musselintücher brauchen. Davon kann man einfach nicht genug haben, ganz ehrlich. Ein Vorrat von 15-20 Tüchern kann schon sehr sehr hilfreich sein! 
Strampler. Mir ist es unglaublich wichtig, dass das Baby bequeme Kleidung trägt. Strampler sind hierfür ideal. 4-5 Strampler sollten hier ausreichen. Als kleine Abwechslung bieten sich Leggins und leichte Pullover an. Oft gibt es diese als süße Sets bei H&M zu kaufen. 2-3 Sets sind auch hier für die Anfangszeit genug.
Was auch nicht fehlen darf: Babysöckchen! Wir verlieren Socken immer ziemlich schnell, vor allem dann, wenn sie so winzig klein sind. 5-8 Paar sollten für den Anfang schon parat liegen.
Je nachdem, welche Temperaturen draußen herrschen, sollte man auch eine Jacke für das Baby haben. Was ich persönlich jedoch bevorzuge sind Overalls. Die sehen süß aus, halten das Baby warm und sind auch für das Baby am bequemsten.

Mit der Zeit werdet ihr ein Gespür dafür bekommen, wie viel Kleidung euer Sprössling am Tag benötigt. Bei größeren Größen werdet ihr dementsprechend schon einige Erfahrungswerte gesammelt haben.

Grundsätzlich gilt aber: mit dem Zwiebellook kann man nichts falsch machen. Ist es zu kalt, zieht man dem Kind noch Pullover o.ä. über. Ist dem Kind zu warm, entfernt man eine Lage.

Zusammenfassend für die Kleidung wären das:
  • 6-8 Bodys 
  • 15 Spucktücher
  • 4-5 Strampler
  • 2-3 Sets bestehend aus Leggins und Pullover 
  • 5-8 Paar Babysöckchen 
  • 1-2 Overall / Jacke 
Schlafen 
Zum Schlafen braucht das Baby gar nicht viel: einen leichten Schlafanzug und einen Schlafsack. Wobei das Kind im Schlafsack auch oft nur einen Body tragen muss, sodass ein Schlafanzug überflüssig sein könnte. 
Was mir jedoch auch immer wichtig war, war eine leichte Decke. Damit konnte ich das Kind zudecken, wenn es neben mir lag oder wir mit dem Kinderwagen /Maxi Cosi unterwegs waren. 
Zusammenfassend: 
  • 1-2 Schlafanzüge 
  • 1 Schlafsack 
  • 1 Deckchen 
Transport 
Wer das Kind im Auto transportieren möchte, braucht zwangsläufig eine Babyschale. Daran führt kein Weg vorbei. Dann stellt sich noch die Frage, ob ein Kinderwagen notwendig ist oder nicht. Ich persönlich denke nicht, dass ein Kinderwagen ein Must Have ist, doch ich war dennoch froh darüber, dass wir einen hatten und uns so täglich dafür oder dagegen entscheiden konnten. Hinzu kommt jedoch auch, dass man vorab nicht weiß, wie das Kind den Kinderwagen annimmt. Mit Pauline haben wir den Kinderwagen erst so richtig genutzt, als sie etwa 8 Monate alt war. Vorher wurde sie einfach lieber getragen. Da kommen wir schon zum nächsten Punkt: Trage, Tragetuch oder nichts dergleichen? Für mich war und ist es unerlässlich! Ich bin eine Tragemama durch und durch. Für die ersten Wochen/Monate, wenn das Baby noch so klein und zierlich ist, empfinde ich ein Tragetuch. Irgendwie sind mir Tragen für das zarte Alter noch zu robust und wenig anpassend. Sobald das Kind jedoch einige Monate alt ist (etwa 4-5 Monate) empfinde ich eine Trage als sehr hilfreich. Sie ist leichter angelegt und fordert nicht so viel Zeit und Geschick, wie das Tragetuch. 
Zusammenfassend, was wir für uns zum transportieren des Kindes also kaufen würden/werden/ gemacht haben: 
  • 1 Babyschale für das Auto
  • Kinderwagen
  • Tragetuch 
  • Trage 
Braucht das Baby ein eigenes Zimmer/Bett? 
Bevor Pauline geboren war, war ich fest davon überzeugt, dass sie ihr eigenes Zimmer brauchen würde und das von Beginn an. Unsere Wohnung hatte damals nur zwei Zimmer, sodass wir eine Wand im damaligen Wohnzimmer zogen, um ein dritten Zimmer, ein Babyzimmer, zu schaffen. Heute kann ich darüber nur lachen! Pauline ist aktuell 22 Monate alt, wir feiern in weniger als zwei Monaten ihren zweiten Geburtstag. Seit wann sie ihr eigenes Zimmer hat? Seit etwa 3 Wochen. Vorher war es einfach komplett überflüssig. Ja selbst ihr eigenes Bett war vor allem im ersten Babyjahr nicht notwendig. Sie schlief fast immer in unserem Bett und weigerte sich, in ihrem Bettchen zu schlafen. Dennoch bin ich rückblickend dankbar für ihr Bettchen, denn so konnte ich sie tagsüber auch mal in ihr Bett legen, ohne Angst haben zu müssen, dass sie aus dem Familienbett fällt und sich wehtut. Zudem hatten wir so 22 Monate Zeit, um sie sanft an ihr eigenes Bett zu gewöhnen. 
Für den kleinen Mann werden wir noch ein Beistellbett besorgen, damit er in den ersten Monaten auf jeden Fall bei uns schlafen und Pauli ebenfalls dazu stoßen kann, wenn ihr danach ist. Falls ihm das  Familienbett nicht gefallen sollte, haben wir mit Paulines altem Bett eine Alternative. 

Mein Fazit lautet hier also: 
  • ein eigenes Zimmer brauchen Babys nicht, schon gar nicht im ersten Jahr!
  • Ein Bett ist kein muss, kann jedoch äußerst hilfreich und praktisch sein. 
  • Beistellbett
Babypuder & Co. - Pflegeprodukte
Ach was gibt es nicht alles an Pflegeprodukten für die zarte und frische Babyhaut: Lotions, Shampoos, Body Milk, Wundcremes, Babyöl, Babypuder, Feuchttücher und vieles mehr. Doch was davon ist wirklich nötig? 
Fast gar nichts, kann ich euch aus eigener Erfahrung sagen. Schon damals erzählte eine Hebamme, dass diese junge, unschuldige Haut nichts von alledem brauchen würde. Babys wäscht man am besten nur mit Wasser und einem Waschlappen. Mehr braucht die Haut nicht. In den ersten Monaten verwendeten wir auch keine Feuchttücher, um Paulines Windelbereich zu säubern, sondern lauwarmes Wasser und einen Lappen. Alles andere wirkte so chemisch-radikal für diese unglaublich zarte Haut. Was wir bei Pauline hingegen immer wieder mal benutzt haben, war die Wundschutz-Creme von Bübchen, wenn sie wieder mal wund war. Glücklicherweise kam das nur selten vor. Mittlerweile nutzen wir eine andere Creme, die auf natürlicher Basis hergestellt wurde und sehr gut hilft. Azulenal Salbe, so nennt sich diese Creme, ist in der Apotheke zu erwerben und auch für wunde Brustwarzen zu gebrauchen. Keine Salbe/Creme hat Pauline besser geholfen! Meist war schon am nächsten Tag alles wieder gut!  Was jedoch ebenfalls super helfen kann: Muttermilch! Die habe ich früher ganz oft verwendet, um Pauli zu helfen! 
Ach und was man natürlich auch braucht, sind Windeln. Ob Stoff- oder herkömmliche Windeln bleibt ganz euch überlassen. 
Zusammenfassend macht das: 
  • Wundschutzcreme für einen wunden Windelbereich 
  • Windeln 
Baden 
Um das Baby zu baden, habt ihr folgende Möglichkeit: ihr kauft eine Babywanne, einen Baby-Eimer oder ihr nutzt das, was ihr zu Hause habt, also Waschbecken, einen sauberen Eimer oder einen großen Topf (so blöde das klingen mag, aber das ginge auch :D ). Wir haben damals eine Wanne geschenkt bekommen, die ich rückblickend für das Babyalter jedoch weniger empfehlenswert finde. Irgendwie ist das Baby zu klein für eine solch große Wanne. Jetzt hingegen ist sie ziemlich praktisch, da wir nicht die große Badewanne volllaufen lassen müssen und Wasser sparen, da Pauli prima in der kleinen Wanne baden kann. Für den kleinen Mann würde ich gerne noch einen Eimer besorgen, da ich denke, dass das irgendwie angenehmer ist. 
Wie bereits bei den Pflegemitteln erwähnt, braucht man keinerlei Shampoos o.ä., um das Kind zu waschen. Neben dem Eimer oder der Wanne reichen also Waschlappen und Handtuch vollkommen aus. 
Zusammenfassend: 
  • Eimer oder Wanne
  • 3 Waschlappen 
  • 2 Handtücher 
Möbel
Meinen Senf zum Bett habe ich ja bereits abgeben. Kommen wir zum Kleiderschrank. Solltet ihr Platz im eigenen Schrank haben, so ist auch ein eigener Kleiderschrank für das Kind nicht notwendig. Worauf ich jedoch nie verzichten würde, ist eine Wickelkommode. Zum einen bietet eine Wickelkommode eine angenehme Höhe zum Wickeln. Auf dem Sofa oder sonst wo bekam ich immer ziemlich schnell Rückenschmerzen. Zum anderen habe ich all die Kleidung, die Pauline aktuell getragen hat oder trägt, in der Kommode aufbewahrt, sodass alles wichtige beieinander war. 
Zusammenfassend: 
  • Bett: optional
  • Schrank: otional
  • Wickelkommode 
Spielzeug 
Mal im ernst: ein Neugeborenes braucht kein Spielzeug. Nur Liebe, Nähe, Sicherheit und Geborgenheit durch die Eltern. Abgesehen davon kann ich euch sagen, dass die Verwandtschaft in den nächsten Wochen und Monaten für ausreichend Spielzeug sorgen wird, sodass ihr vermutlich kaum etwas kaufen / besorgen müsst. 

Fläschchen, Pulver, Schnuller und Co. 
Damals hat mich sehr lange beschäftigt, ob ich all das besorgen soll. Ganz einfach präventiv, falls es mit dem Stilen nicht klappen sollte. Doch auf den Ratschlag einer Hebamme hin, ließ ich das sein. Sollte etwas schief gehen, kann der Mann / die Familie problemlos losfahren und all das in weniger als einer Stunde besorgen. Also verließ ich mich auf meinen Körper und wurde nicht enttäuscht. Das Stillen klappte, sodass die erste Flasche hier erst einzog, als Pauline einige Monate alt war. 
Wer vorab jedoch schon weiß, dass das Stillen nicht klappen wird oder sich dagegen entscheidet, sollte natürlich Flaschen und Pulver für die Milch besorgen. 
Wir haben keinerlei Schnuller gekauft, dafür aber zahlreiche geschenkt bekommen. Wir haben Pauline jedoch keinen Schnuller gegeben und sie ihn nie eingefordert. Diese Anschaffung liegt also im persönlichen Ermessen eines jeden. 
Zusammenfassend: 
  • Wer nicht stillt: Flaschen und Milch-Pulver
  • eventuell: Flaschenwärmer 
  • eventuell: Schnuller 

Mit Sicherheit werde ich irgendwas vergessen haben , doch das stellt auf jeden Fall die für mich wichtigste Babyerstausstattung dar. Es sind weniger die materiellen Dinge, die ein Neugebornes braucht. Viel mehr ist es die Liebe, Nähe und Aufmerksamkeit der Eltern. Ich denke, dass eine Schwangerschaft genügend Zeit bietet, um all diese Dinge für ein Kind anzuschaffen, auch aus finanzieller Sicht. Als angehende Mama verfällt man jedoch schnell in einen "Oh mein Gott, ist das süß, das brauche ich für unser Baby"-Kaufrausch. Das ist auch vollkommen in Ordnung, doch ich denke, dass viele Dinge, die für Kinder gekauft werden, primär gar nicht für das Baby sind, sondern zur Befriedigung unserer eigener Bedürfnisse. Dieser Liste richtet sich insbesondere an die jungen Frauen / Paare da draußen, die im Studium oder jungen Alter einen Kinderwunsch haben und sich Gedanken um die Finanzen machen. Im ersten Jahr hat Pauline uns nicht viel gekostet, da war das Kindergeld vollkommen ausreichend. Die Hauptausgaben lagen bei den Windeln. Ein weiterer großer Kostenfaktor, den es bei uns jedoch durch das Stillen nicht gab, wäre Pulvermilch. 

Natürlich möchte man seinen Kindern etwas bieten, doch in diesem zarten Alter sind es nicht unbedingt materielle Dinge, die sie brauchen. Die werden erst mit fortschreitendem Alter wichtiger. In unserem Fall wachsen die Finanzen mit den Kindern, sodass ich keinerlei Existenzängste habe- auch nicht als baldige zweifach Mama im Studium. 

Ich hoffe, dass ich dem ein oder anderen mit dieser Auflistung helfen und die Angst vor zu hohen Kosten nehmen konnte. Ergänzungen und Fragen könnt ihr gerne in den Kommentaren hinterlassen! 

xxx, B. 

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