♢ Von Vorfreude und Aufregung ♢♢ 33. & 34. Schwangerschaftswoche ♢



Es ist Ende Juni, was für uns bedeutet: lange dauert es nicht mehr, dann sind wir schon zu viert! Das stimmt mich etwas Gefühlsduselig.. aber lest selbst! 

Aufgeregt, Aufgeregter, Bini 
Oh, was bin ich aufgeregt! Aufgeregt in so vielen Hinsichten. Zum einen kann ich es nicht erwarten, unser neues Familienmitglied nach all dem Warten und all den Wehwehchen endlich kennenzulernen. Ich möchte wissen, wem der kleine Mann ähnlich sieht. Ob vielleicht eine Ähnlichkeit zu PauPau besteht oder er doch so ganz eigen ist. Ich bin aufgeregt vor dem ersten Moment als vierköpfige Familie. Wie Pauline wohl reagieren wird? Im Tierpark bei den Ziegenbabys war sie jedenfalls zuckersüß! Ich bin aufgeregt, weil uns so vieles erwartet, was wir bereits kennen und doch wird es ganz anders sein. Doch ich muss auch ehrlich sein und sagen, dass ich aufgeregt bin wegen der Geburt. Ob dieses Mal alles gut gehen wird? Wie fühlen sich Wehen wohl an? Ja, diese Geburt fühlt sich wie eine erste Geburt an, denn beim letzten Mal war die Geburt ein geplanter Kaiserschnitt. Natürlich habe ich hinsichtlich der Geburt auch Ängste, doch keine, die mich kontrollieren. Ich lasse sie nicht überhand nehmen. Also sitze ich nun am Ende jeden Tages da und frage mich, wann wir wohl zu viert sein werden. Im August oder doch schon im Juli? Wann es wohl losgehen wird? Wer weiß das schon! Aber eines weiß ich ganz sicher: ich freue mich unglaublich und bin so aufgeregt!

Schwangerschaftsglow wo bist du? 
Bei Pauline fühlte ich mich schwanger so richtig wohl. Ich strahlte Glück und Zufreidenheit nach Außen und fühlte mich schöner denn je! Deswegen hatte ich mich schon so sehr auf eine zweite Schwangerschaft gefreut. Doch Pustekuchen! Mich begleiten seit Beginn der SS so viele Wehwehchen, dass es mir schwer fällt, mich gut zu fühlen.
Außerdem plagt mich das schlechte Gewissen, vor allem wenn ich sehe, dass es all den anderen Schwangeren wunderbar geht und man ihnen den Schwangerschaftsglow ansieht. Tue ich meinem Kind damit unrecht? Genieße ich zu wenig oder lasse ich negative Gedanken zu schnell überhand nehmen? Damals sagte Moritz mir, dass er mich schwanger noch mehr  lieben würde, in jeder Hinsicht. Dieses Mal ist das ein wenig anders. Er findet mich nach wie vor attraktiv, doch mit meinen Launen, die auf die viele Strapazen zurückzuführen sind, kann er nicht so gut umgehen. Ja, in dieser Schwangerschaft fehlt mir der Schwangerschaftsglow. 

Hui, das drückt aber!
Es drückt nach oben, nach unten, nach hinten, nach vorne, nach links und nach rechts. Ich spüre nochmal ganz deutlich, dass der kleine Mann und damit auch mein Bauch wächst. Während dies bis vor kurzem noch im Abstand von 2-3 Wochen passierte, merke ich dieses Wachstum nun täglich, ja fast ohne Pause. Das hat ziemlich oft zur Folge, dass ich mich sehr angestrengt und ausgelaugt fühle, obwohl ich nicht viel getan habe. Aber nun gut, wir Schwangeren arbeiten den ganzen Tag und jeden Tag an einem kleinen Menschen, auch wenn wir dies nicht aktiv tun, so fordert es unserem Körper eine Menge Energie ab. 
Was jedoch zunehmend unangenehm wird, ist die Tatsache, dass ich einen ziemlich starken Druck nach unten verspüre. Das mögen für den ein oder anderen nun vielleicht ein Paar Infos zu viel sein, aber nun gut, es ist eben Teil meiner Schwangerschaft: neben den Schamlippen verspüre ich beidseitig einen heftig Druck/Schmerz nach unten. Ob das die Symphyse ist? Oder liegt der Kopf des Kleinen einfach schon so tief im Becken? Ich weiß es nicht, werde es in der nächsten Woche aber abklären lassen. Durch diesen Druck zwischen den Beinen kann ich mich nur langsam fortbewegen. Ach und noch was: sobald ich versuche mir Socken oder Schuhe anzuziehen, wird dieser Druck/Schmerz noch schlimmer und es fühlt sich an, als würde das Kind gleich aus mir heraus plumpsen.. 

Plazenta 
Paulines Plazenta habe ich damals nicht aufbewahrt, was ich heute sehr bedauere. Zu gern hätte ich mit der Plazenta etwas schönes angestellt, wie beispielsweise einen Baum auf ihr zu Pflanzen. Und ganz ehrlich: ich hätte sie mir gern angesehen, weil ich es einfach interessant finde, wenn sich diese Möglichkeit schon bietet. Also würde ich die Plazenta vom nächsten Kind gerne aufbewahren bzw. mitnehmen, um diese Möglichkeit wahrzunehmen. Doch was stelle ich mit ihr an? Ich könnte einen Baum auf ihr Pflanzen, doch dazu fehlt uns der Garten. Ich könnte sie essen, doch das ist mir eine Nummer zu verrückt. Notfalls frieren wir sie erstmal ein, bis sich etwas passendes für uns ergibt. Wenn ihr an dieser Stelle Ideen habt, dann teilt sie mir gerne mit! 

Wehwehchen 
Jede Woche kommen neue Beschwerden und Wehwehchen dazu. Aktuell schmerzt mir der rechte Rippenbogen sehr, denn: Baby meets Rippen! Mittlerweile hat die Höhe der Gebärmutter auf jeden Fall die Rippen erreicht, wodurch die Muskelansätze an dieser Stelle verständlicherweise ziemlich gereizt werden. Leider macht sich das, über den ganzen Tag verteilt, bemerkbar. Dementsprechend fällt es mir schwer, eine bequeme Sitzposition zu finden. Vor allem beim Lernen, wenn ich am Tisch sitze, merke ich, dass das Kind/der Bauch bei jeder falschen Sitzposition noch mehr auf die Rippen drückt. Nun kann ich wohl nur warten, bis sich der Bauch weiter senkt (und das Kind dann mehr auf die Blase drückt, haha) oder das Kind da ist. 
Rücken-, Bein- und Hüftschmerzen sind mittlerweile so normal geworden, dass ich das in den Updates nicht in Dauerschleife wiederholen muss. 

Wo werden wir entbinden? 
Diese Frage beschäftigt mich, seitdem ich weiß, dass ich schwanger bin. Zur Auswahl stehen zwei Kliniken: a) eine in unmittelbarer Nähe und somit ziemlich praktisch, b) die andere etwa 50 km entfernt und mein persönlicher Favorit, weil auch schon Pauline und ich in dem Klinikum zur Welt kamen.
Ja und irgendwie geht es mir letztendlich nur darum, dass ich den weiter entfernteren Ort lieber in der Geburtsurkunde lesen würde, da ich die Stadt so viel lieber habe. Das mag blöd klingen, doch ist nun einfach so. Zudem kommt hinzu, dass ich in Klinik a) die ein oder andere negative Erfahrung machen musste, sodass ich mich bei dem Gedanken einer Geburt in diesem Klinikum nicht besonders wohl fühle, obwohl Freunde bisher nur positives von den Geburten in diesem Klinikum berichtet haben. Doch Klinikum b) ist mir vertraut und lässt in mir ein wohligeres Gefühl aus.
Problem des Ganzen: der Verkehr zum Klinikum b) kann manchmal ziemlich sch**** sein und sich durch Baustellen und zu viele LKW's wie ein Kaugummi ziehen. Da dauert die Anfahrt tagsüber zu Stoßzeiten gut und gerne mal 1 Stunde und 15 Minuten. Nun kann ich vorab nicht wissen, ob das Baby und mein Körper sich viel Zeit lassen oder es eine Sturzgeburt wird. Unterwegs müssten wir nämlich noch Halt bei meinen Eltern machen und das Pauli-Kind absetzten.

Ich denke, dass wir es in dem Moment einfach von meinem Gefühl abhängig machen werden, doch tendenziell werden wir uns für die weniger praktische Wunschklinik entscheiden. Den Termin zur Geburtsvorstellung haben wir nun jedenfalls in diesem Klinikum.

Mich zurücknehmen
Bei meinem letzten Vorsorgetermin sagte mein Frauenarzt, dass ich mich nun mehr zurücknehmen solle. Mehr Ruhe, weniger Belastung. Auch mein Körper signalisiert mir immer wieder, dass ich diesen Ratschlag befolgen sollte, doch ganz ehrlich: mit einem Kleinkind daheim und dem Druck, noch mindestens 3 Klausuren schaffen zu wollen, ist das gar nicht mal so einfach. Was die Uni angeht, habe ich mich schon sehr zurückgenommen, doch gar nichts dafür zu tun, das kann ich nicht. Den Haushalt übernimmt vermehrt Moritz, sodass ich da schon sehr entlastet werde. Ja und wenn ich mich nach dem Bett und der Ruhe sehne und mir diese Ruhe gönne, so nervt sie mich nach einer Stunde bereits. Es kribbelt mir in den Fingern, ich habe Hummeln im Po. Ich will etwas erledigen und nicht einfach da liegen.
Mir ist jedoch auch bewusst, dass ich nun Vernunft walten lassen sollte, also versuche ich wirklich, viele Ruhepausen am Tag zuzulassen. Mittags schlafe ich eine Stunde und sammle so Energie für den Nachmittag mit Pauline. Wenn mal gar nichts mehr geht, Moritz jedoch in der Uni ist, greift meine Mutter mir unter die Arme und beschäftigt Pauline. Ich weiß unsere Eltern jetzt mehr denn je zu schätzen!

Abneigungen? 
Hack. Ich kann kein Hackfleisch sehen oder riechen.

Gelüste? 
Keine richtigen Gelüste, aber von Obst, Gemüse und Gerichten mit frischen Zutaten kann ich nicht genug bekommen.

Bauchnabel? 
Bei Pauline hat sich mein Bauchnabel nie nach außen gewölbt. Das ist diesmal anders: so langsam bekommt mein Bauch eine Nase! Moritz findet das ziemlich amüsant.

Was hat sich getan? 
Es geht weiter wie jede Woche: alles wächst.
  • Gewicht: 60 kg (+10kg vom Ausgangsgewicht) 
  • Bauchumfang: 97 cm ( unverändert seit dem letzten Update, fühlt sich aber dennoch gigantischer an!) 
xxx, B. 






1 Kommentar:

  1. Ein tolles Update! Ich fieber richtig mit, wenn ich das lese. ❤
    Drücke gabz doll die Daumen, dass zum Zeitpunkt der Wehen genug Zeit bleibt um in die Wunschklinik zu fahren, denn wichtig ist, dass man sich wohlfühlt ❤

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