♢Eine kleine Liebeserklärung ♢♢ Du wundervolle USA ♢



In den letzten Tagen ist sie wieder da. Ganz schlimm und unglaublich einnehmend: die Sehnsucht nach den USA. Nach dem Geruch, der einem entgegen strömt, wenn man aus dem Flugzeug steigt. Nach den vertrauten Gesichtern, die wie eine zweite Familie geworden sind. Nach der aufgeschlossenen und liebenswürdigen Mentalität der Amerikaner. Nach der englischen Sprache, dem Essen und dem USA-Gefühl. Nach unseren Gastfamilien und vor allem Gastkindern. Einfach nach allem. 

Eine gemeinsame Leidenschaft 
Moritz und ich unterhalten uns viel über das Reisen. Wenn wir könnten, würden wir auf der Stelle die Welt bereisen. Doch unser Studentenbudget macht uns einen Strich durch diese Rechnung. Also träumen wir. Und das sogar ziemlich oft! 
Wir überlegen, was unser nächstes Reiseziel sein könnte, wo es uns als nächstes hin verschlägt. Welchen Ort wir mit unseren Kindern im nächsten Jahr wohl erkunden werden. So viele Ziele stehen auf unserer Bucketlist und doch läuft es immer auf ein ganz bestimmtes Land hinaus, welches wir am liebsten bereisen wollen: die USA. Wir haben in diesem Land noch so vieles vor, dass der Urlaubsplan der nächsten 10 Jahre wohl feststeht. Ich weiß, die Welt hat so viele wunderbare Fleckchen zu bieten, doch unser Herz hängt einfach an den Staaten. 
Dieses Land ist für uns nicht nur das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, sondern viel mehr. Es ist der Ursprung unserer kleinen Familie. Die Wurzeln unseres Lebens, wie wir es jetzt führen. Es ist eine gemeinsame Leidenschaft, eine gemeinsame Liebe, die wir für dieses Land hegen. 

Ganz große USA Liebe ♡ 
Ich bekenne mich auch öffentlich gerne dazu, dass ich den USA verfallen bin. Dass ich dieses Land in all seiner Vielfältigkeit wunderschön finde. Ich durfte schon viel von diesem Land sehen und doch habe ich nur einen Bruchteil dessen gesehen, was die USA noch zu bieten hat. Wunderschöne Nationalparks, die mit purer Natur locken. Traumhafte Strände, an denen man sich nicht sattsehen kann. Beeindruckende Städte mit Wolkenkratzern, die so hoch sind, dass man bis in den Himmel empor schauen muss. Abgelegene Inseln, die mit einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt ausgestattet sind. 
Wenn ich an Amerika denke, so verbinde ich es mit einem ganz bestimmten Gefühl, welches sich nicht in Worten ausdrücken lässt. Ja, manchmal reicht die Sprache nicht aus, um deutlich zu machen, wie wir empfinden. Sie reicht nicht aus, um Gefühle zum Ausdruck zu bringen, denn sie sind so viel Komplexer als der Wortschatz es erlauben würde. In den USA war ich glücklich. Ich habe Glück und Zufriedenheit auf eine andere Art und Weise erlebt, wie nie zuvor. Ich habe Menschen kennengelernt, die selbst heute nicht aus meinem Leben wegzudenken sind. Ich habe Moritz kennengelernt und mit ihm gemeinsam so viele wundervolle Erinnerungen sammeln dürfen, dass ich mich manchmal zwicken muss. Zwicken, weil ich es so oft nicht glauben kann. Nicht glauben, dass dieses Leben, welches wir für ein ganzes Jahr führten, tatsächlich mal real war. Das Leben war sorglos, spontan und voller Abenteuer. Es war manchmal wie im Film- eben echt amerikanisch. 
Wir hatten beide das Glück in einer ziemlich tollen Gastfamilie leben zu dürfen. So lebten wir, wie viele es sich vorstellen: in schönen Häusern in kleinen Vorstädten von Washington DC. Mit Haustieren, Pool, einem eigenen Auto und lieben Kids. Na gut, der Umgang mit den Kindern war nicht immer einfach, doch das ist wohl ganz normal. Mit meinem eigenen Kind ist es schließlich auch nicht immer einfach. Wir lebten das Leben, das uns schon immer interessiert hatte und das Schlimmste und zugleich Schönste: wir haben Blut geleckt. Ja, am liebsten würden wir jährlich in die USA oder gar dahin auswandern. 

Den Amerikanern mag man viel negatives zusprechen: sie seien oberflächlich, es gebe nur Extreme, sie scheren sich einen Dreck um die Umwelt usw. ... Doch meine Erfahrungen sind anders. Ich habe die Kultur der Amerikaner von ihrer besten Seite kennenlernen dürfen. Ich konnte mich schnell mit ihr identifizieren, habe mich dort schnell nicht nur wohl, sondern auch angekommen gefühlt. Angekommener als je zuvor in Deutschland. Nachdem wir im letzten Jahr dann sogar 5 Wochen mit Pauline dort verbracht haben, weiß ich nun mehr, dass ich dieses Land liebe. Dass ich immer und immer wieder zurückkehren werde. Zurückkehren an den Ort, der für mich persönlich für Glück, Zufriedenheit und die Wurzeln unserer Familie steht. An den Ort zurückkehren dem ich meinen Mann und meinen bald zwei Kindern zu verdanken habe. An den Ort zurückkehren, der mich träumen lässt. 

Was bleibt, ist die Sehnsucht
Moritz und ich stecken natürlich in Strukturen fest. Das Studium bestimmt unser Leben, was auch mehr als in Ordnung ist. Wir machen uns regelmäßig bewusst, wie dankbar wir sind, überhaupt eine solch tolle Auslandserfahrung gemacht zu haben. Und doch vergeht kein Tag, an dem wir nicht über unsere zweite 'Heimat' reden. Kein Tag, an dem wir nicht den wundervollen Tagen und der kostbaren Zeit gedenken. Kein Tag an dem wir nicht träumen, eines Tages doch mal auszuwandern.
Die Sehnsucht nach DC, nach Amerika sie bleibt. Tag für Tag. Das ist wohl der Preis, den wir zahlen müssen, wenn wir unser Herz an mehr als einem Ort lassen.

In diesem Sinne: America, we miss you! ♡ 
xxx, B.














Kommentare:

  1. Hallo Bini,
    durch Zufall bin ich (eine Kommilitonin von Moritz) vor einiger Zeit auf deinen Blog gestoßen und schaue seit dem immer mal wieder rein :) Nicht nur sind die Fotos von Pauline einfach über-süß, auch bei deinem Schreibtstil kann man sich schnell mit dem was du schreibst identifizieren, und das nicht zuletzt weil ich auch AuPair in den USA war. Ich kann euren USA-Herzschmerz nur zu gut verstehen! Ich kann stundenlang im Atlas die USA-Seiten durchblättern, brauche nur die Namen der Orte zu lesen, und schon nimmt die Sehnsucht ihren Lauf :D
    Und ich musste total schmunzeln, als du das mit dem Geruch auf dem Flughafen geschrieben hast. Wenn ich versuche, Leuten zu erklären, dass es in den USA einfach überall anders riecht dann kriege ich immer nur zu hören: "ja, nach Frittenfett, oder was?" Aber es ist doch einfach so, und offensichtlich bin ich doch nicht die Einzige, die diesen einzigartigen Geruch kennt und liebt!
    Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute für die kommende Zeit! :)
    Lena

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    1. Liebe Lena,
      danke Dir für die lieben Worte!
      Uns geht es auch so: wir können uns stundenlang mit der alten Heimat beschäftigen. Es wird einfach nicht langweilig und weckt so viele wundervolle Erinnerungen!
      Und ja, der Geruch der einem entgegen kommt, sobald man aus dem Flugzeug steigt, ist ein ganz bestimmter. Ich weiß noch, dass wir im letzten Jahr aus dem Flieger stiegen und wir über beide Ohren grinsten, als wir diesen Duft wieder riechen konnten. Es ist schwer zu beschreiben, aber es gehört eben zu dem USA Feeling dazu! Die Leute, die sofort Frittenfett damit assoziieren, waren wohl selbst noch nie da und wissen nicht, dass Eindrücke auf alle Sinne wirken. Du bist damit definitiv nicht alleine, für uns ist es auch etwas ganz besonderes!

      Sei ganz lieb gegrüßt!

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  2. Wundervoll geschriebener Artikel. Bin selbst gerade auf Reise und gebe meinem Fernweh nach. Leider war ich noch nie in den USA, aber nach deinem Artikel hat man direkt Lust sofort loszufliegen und dieses Land ein wenig kennen zu lernen! Herzliche Grüße, Sarah

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  3. Liebe Sarah,
    dann machst du alles genau richtig! Man sollte dem Fernweh viel öfter nachgeben, denn letztendlich sind es doch die schönsten Erlebnisse und Erinnerungen im Leben.
    Die USA kann ich dir nur ans Herz legen. Die Offenheit, mit der dieses Land dich empfängt, wird dich mit Sicherheit auch in ihren Bann ziehen! Irgendwann verschlägt es dich bestimmt dahin!

    Ganz liebe Grüße,
    BIni

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