♢ Was Kinder zum glücklich sein brauchen ♢♢ Die Basis einer glücklichen Kindheit ♢


Kinder sind von Natur aus neugierig, aufgeschlossen und fröhlich. Wie das jedoch leider so ist im Leben, werden auch viele der Kleinsten nicht verschont, wenn es um traumatische Erlebnisse geht. Erlebnisse, die Einfluss auf ihr Verhalten haben und sich auf ihr Leben auswirken. Erlebnisse und Umstände die eine glückliche Kindheit wohlmöglich nicht zulassen. Doch was braucht ein Kind, um glücklich sein zu können? Ich habe meine Gedanken dazu mal zu Wort gebracht, denn eigentlich ist es so simpel. 

Einen sicherer Hafen
Im Laufe der Evolution war es schon immer so, dass die Kleinsten Schutz und Sicherheit bei ihren Eltern suchten. Schließlich sind sie in den ersten Lebensjahren noch nicht in der Lage, für ihre eigene Sicherheit zu sorgen. Also ist es unsere Aufgabe, ihnen das Gefühl zu vermitteln, dass alles in Ordnung ist. Dass keine Gefahr droht und sie sicher sind. 
Wir sind der sichere Hafen, der ihnen Halt gibt. Wir sind diejenigen, deren Nähe sie suchen, wenn sie verängstigt sind. Wir sind ihre Bezugspersonen. Ihre Eltern, die Menschen denen ihr Urvertrauen gilt. Deswegen ist es für uns so wichtig, dass wir Pauline immer ernst nehmen. Ihr keinen blöden Sprüche entgegen bringen, wie "Ach, sei doch kein Baby!". Ihre Sorgen, Ängste und Bedürfnisse werden für voll genommen. Wenn sie vor gewissen Leuten ängstlicher ist als sonst, dann wird das einen Grund haben. Oft versprühen Menschen eine Aura, die selbst Kinder wahrnehmen können. Tja, diese Aura kann schonmal beängstigend sein. Selbst wenn die Menschen dann darauf bestehen, Pauline auf den Arm zu nehmen, lasse ich es nicht zu. Ganz einfach, weil Pauline Angst hat. Ich möchte ihre Ängste nicht auf biegen und brechen überwinden und damit ihr Vertrauen zu mir aufs Spiel setzten. Sie soll sich die Zeit nehmen, die sie braucht, um zu merken, dass keine Gefahr droht. Dabei geben wir ihr Rückhalt und sprechen ihr Mut zu. Diese Art des Umgangs hat sich bei uns bewährt, weil Pauline dadurch gelernt, ihre Ängste selbst zu überwinden. Sie wird nicht gedrängt, sondern entscheidet selbst. Ich denke, dass das nicht nur förderlich für das Urvertrauen zwischen Eltern und Kind ist, sondern sie auch dazu befähigt, eigene Entscheidungen zu treffen. 
Wenn Kinder Halt durch die Familie erfahren, müssen sie sich weniger sorgen. Und wenn sie sich weniger sorgen müssen, können sie sorglos und glücklicher die Welt erkunden. Ganz einfach, weil sie wissen: Mama und Papa sind da. 

Glückliche Eltern, glückliche Kinder
Früher habe ich oft nur wert auf Paulines Wohlergehen gelegt. Dabei habe ich Moritz und mich komplett aus den Augen verloren, was schnell dazu führte, dass ich mich wie eine leere Hülle fühlte. Das war kein Zustand. Nein, so würde ich in meiner Mutterrolle nicht aufblühen. Paulines Wohl ist natürlich nach wie vor das Wichtigste für uns. Doch wir haben gelernt, dass es eben genau so wichtig ist, dass wir zufrieden und ausgeglichen sind. Sei es für uns selbst oder auch als Paar. Denn wenn einer oder gar beide der Eltern unausgeglichen und unglücklich sind, kann das langfristig einfach nicht gut gehen. Diese Unzufriedenheit schwebt über und um uns, wie eine Wolke. Sie sorgt dafür, dass wir früher oder später ungeduldiger mit unseren Kindern umgehen. Wir bringen weniger Verständnis für gewisse Situationen auf. Können über vieles nicht hinweg sehen und fokussieren uns generell fast nur noch auf die negativen Geschehnisse am Tag, anstatt die vielen schönen Momente zu sehen. Es ist ein Teufelskreis. Deswegen bemühen wir uns sehr darum, dass wir nicht zu kurz kommen. Jeder von uns kann seinem Hobby nachgehen und so mal nur Zeit für sich haben. Ja und dann nehmen wir uns natürlich auch Zeit als Paar. Entweder am Abend, sobald Pauline schläft oder sie verbringt den ein oder anderen Nachmittag mal bei den Großeltern. Ach, was liebe ich diese Auszeiten als Paar! Sie tun einfach unglaublich gut und festigen die Beziehung. Denn für mich ist eine Beziehung wie eine Pflanze. Man muss sie pflegen, damit sie blüht und gedeiht. 
Ich merke es immer wieder: wenn Moritz und ich ausgeglichen und zufrieden sind, dann überträgt sich das auf unser Kind. Dann ist auch sie zufrieden und glücklich. Dann hat auch sie mehr von ihren Eltern. Mehr positive Energie, weniger dicke Luft. Und wenn sie dann trotzdem Mal nicht die beste Laune hat, haben wir genug Energie, um sie so aufzufangen, wie gute Eltern es tun sollten.

Sich Zeit nehmen für das wirklich wichtige im Leben- unsere Kinder!
Manchmal stimmt es mich ganz traurig, wenn ich Eltern sehe, die ihre Kinder nur halb wahrnehmen. Wenn ich Eltern sehe, die zu sehr mit sich selbst oder ihren Terminen, anstatt mit ihren Kindern beschäftigt sind. Wenn Eltern durch den Alltag hasten, ohne dabei auf das Kind zu achten. Während das Kind sich an einer Ameisenstraße erfreut und sich diese voller Erstaunen anschaut, schreit die Mutter bereits hektisch nach dem Kind. "Wir müssen los!" "Ich habe es eilig! "Komm schon!" sind wohl nur wenige Beispielsätze, die einige Kinder zu hören bekommen. Natürlich kann man nicht jede Situation pauschalisieren. Manchmal haben andere Dinge in diesem Moment tatsächlich Priorität, doch ich versuche im Alltag immer einen Puffer an Zeit einzuplanen, um mir diese Zeit für Pauline nehmen zu können, wenn sie sie einfordert oder braucht. Manchmal sind es die kleinen Dinge im Leben, die unsere Kinder glücklich machen. Zum Beispiel die Ameisenstraße auf dem Weg zum Bäcker oder die Treppen, die das Kind selbst erklimmen möchte. Nichts leichter als das.

Kindheit zulassen! 
Heutzutage legen so viele Eltern wert auf eine Frühförderung für ihre Kinder. Die Kinder sollen möglichst früh Wissen aufsaugen, um dem Druck der Leistungsgesellschaft gewachsen zu sein. Bis zu einem gewissen Grad kann ich Förderungen verstehen. Allerdings darf das in solch einem jungen Alter (Pauline ist hierfür mein Maßstab) nur spielerisch und ohne Druck passieren. Auch wir bringen Pauline etwas englisch bei, indem wir auch mal englische Kinderbücher lesen oder sie eine Kindersendung auf englisch sehen darf. Doch das tun wir von klein auf und ganz ohne Zwang. Das Spielen und Spaßhaben steht hier im Vordergrund, nicht das Lernen - das geschieht nämlich nebenher. Wir sollten Kindern einfach die Freiheit lassen, Kinder sein zu dürfen. Ohne Verpflichtungen, ohne Druck und ohne Zwänge - das kommt nämlich noch früh genug im Leben.
Davon mal abgesehen: Kinder lernen mit allem was sie tun. Jeden Tag entdecken sie etwas neues, sei es an sich, weil sie neue Fähigkeiten erlernt oder etwas aus ihrer Umwelt entdeckt haben. Ja, wenn wir sie an die Hand nehmen und ihnen die Welt zeigen, dann werden sie alles in sich aufsaugen und lernen dabei. Ganz ohne Frühförderung, die nach Stundenplan abläuft.

Uns ist es so wichtig, dass unsere Kinder eine glückliche Kindheit erleben.
Nie wieder können sie so sorglos leben, wie als Kind. Nie wieder werden sie so frei sein in ihrem Denken. Es liegt in unserer Hand, ihnen eine sorglose und glückliche Kindheit zu bescheren.  
Ja und eigentlich ist es doch so simpel Kindern eine glückliche Kindheit zu ermöglichen. Wenn wir im reinen mit uns selbst sind, ihnen Liebe und Rückhalt geben und die Freiheit des Kindseins lassen, bieten wir ihnen die beste Basis für eine glückliche Kindheit.

xxx, B.

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