♢ Erschöpfung, Schmerzen und wenig Geduld ♢♢ 21. & 22. Schwangerschaftswoche ♢



Bei meiner ersten Schwangerschaft bin ich regelrecht aufgeblüht. Ich habe mich in meiner Haut so wohl gefühlt, wie nie zuvor. Und auch diesmal fühle ich mich eigentlich ganz gut. Eigentlich.. 

Ich muss jeden Tag aufs neue feststellen, dass die zweite Schwangerschaft sich stark von der ersten unterscheidet. Das liegt vor allem daran,  dass ich zu Hause ein super aktives Kleinkind habe und zum anderen, dass die Wehwehchen der ersten Schwangerschaft nun zurückkehren und noch intensiver sind. 

Schwanger mit einem Kleinkind auf dem Arm 
Langsam aber sicher, wird alles mühseliger für mich. Egal was ich tue, ich bin schnell aus der Puste und sehne mich nach der Couch. Selbst das Gehen fordert mir viel Energie ab. Wenn ich besonders gut drauf bin, muss ich über mich selber lachen, denn ich weiß ja, dass der Bauch und die Belastung noch größer werden. 
Das größte 'Problem' im Alltag stellt jedoch das Pauli-Kind dar. Zur Zeit steckt sie in einer Phase, in welcher sie nur von mir getragen werden möchte- am liebsten Rund um die Uhr. Ich darf sie nicht dem Papa geben, ich darf sie nicht absetzten, ja ich darf mich nicht einmal mit ihr zusammen hinsetzten. Dabei tritt mir der Kleine von innen gegen die Rippen, während Pauline von außen auf dem Bauch sitzt oder hüpft. Schon jetzt habe ich das Gefühl, dass ich nicht beiden Kindern gerecht werden kann. Entweder Pauline steckt zurück und muss auf die von ihr geforderte Nähe verzichten oder ich belaste den Bauch und riskiere starke Bauchschmerzen am Abend. Da Pauline diese Nähe zur Zeit sehr braucht, vermutlich der Krippen-Eingewöhnung geschuldet, möchte ich ihr sie auch nicht verwehren. Das führt jedoch dazu, dass meine Erschöpfung gefühlt ins unermessliche steigt und ich in regelmäßigen Abständen Bauchschmerzen habe. In der Schwangerschaft mit Pauline konnte ich die Beine hochlegen, wenn mir danach war. Doch mit Kleinkind ist das einfach nicht möglich. Das Herumtragen von ihr wird bald ein Ende haben müssen, da ich dem ungeborenen Kind nicht schaden möchte und mich selbst schonen muss. 
Auch Nachts möchte Pauline am liebsten auf mir schlafen, was leider nicht möglich ist. Da sie das jedoch nicht verstehen kann, kämpft sie um ihren Willen. Sie weint, krabbelt auf mich und meckert ununterbrochen. Dabei gebe ich ihr natürlich dennoch Nähe. Ich lege sie neben mich und biete ihr an, dass wir festumschlungen schlafen können. Die Akzeptanz ihrerseits kommt jedoch erst 1-3 Stunden später. An Schlaf ist in diesen Stunden nicht zu denken. Dieses Prozedere durchleben wir nun schon zwei Wochen. Hoffentlich hat das bald ein Ende. 
Aus diesen Gründen sehne ich mir trauriger weise so langsam das Ende der Schwangerschaft herbei. Wobei dann mit Sicherheit ganz andere Herausforderungen auf uns warten. 

Krawall und Remmidemmi im Bauch
Ich weiß nicht ob es an dem Kind liegt oder daran, dass ich diesmal keine Vorderwandplazenta habe. Aber dieses Kind ist so unglaublich aktiv. Ich würde mal behaupten, dass ich so gut wie jede Bewegung, jede Aktivität ganz intensiv spüre- und das zu jeder Tages- und Nachtzeit. Es ist wunderschön und ganz oft liege ich einfach mal da und genieße diese Bewegungen. Doch so langsam hat der kleine Mann auch wirklich Kraft in den Beinen, sodass der ein oder andere Tritt richtig wehtun kann. Wenn Pauline Nachts mal für einige Stunden friedlich schläft, meldet sich der Kleine und strampelt ganz wild in mir rum. Auch hier ist nicht an Schlaf zu denken. 

Erschöpfung, Erschöpfung, Erschöpfung
Ich brauche die Gründe ja nicht zu ausschweifend zu wiederholen, doch die körperliche Anstrengung im Alltag mit Kleinkind und der mangelnde Schlaf sorgen dafür, dass ich ausgelaugt bin. So richtig. Wenn ich ausgelaugt und erschöpft bin, bedeutet das leider auch, dass ich ungeduldiger bin. Ungeduldiger mit meinen Mitmenschen, ungeduldiger mit mir und ungeduldiger mit meinem Kind. Ich hoffe wirklich, dass Paulines Phase bald ein Ende hat und sie wieder ausgeglichener ist. Glückliches Kind, glückliche Mama! 

Studienbeginn mit Babykugel
Nächste Woche geht das neue Semester los. Eigentlich war ich zuversichtlich, dass alles gut hinhauen wird. Doch von Tag zu Tag nehmen die Sorgen zu, da Pauline wieder sehr Nähe bedürftig ist. Da muss sie dann leider wohl oder übel durch. Ich komme ja wieder nach Hause. 
Was jedoch auch problematisch werden könnte, ist das lange Pendeln. Schon im letzten Update berichtete ich von starken Schmerzen in meinem Bein. Sobald ich auch nur kurze Strecken gehe, schmerzt mein Bein fürchterlich. Wie es wohl sein wird, wenn ich 6 Stunden unterwegs bin für eine 90 Minuten Veranstaltung? Ich weiß es nicht, doch ich ahne böses. 

Was hat sich getan? 
Jeden Tag tut sich etwas auf der Waage. Und auch der Bauch hat wieder sehr gedrückt und geziept. 
Das alles kann man auch an den Werten erkennen: 
  • Gewicht: 55 kg (+5kg vom Ausgangsgewicht)
  • Bauchumfang: 88 cm (+2 cm seit dem letzten Update) 
Für die nächsten Wochen würde ich mir ein ausgeglichenes Kind und weniger Anstrengung wünschen. Drückt uns die Daumen!

xxx, B.




Kommentare:

  1. Du bist echt sechs verdammte Stunden unterwegs, für 90 Minuten Vorlesung? Jedes Mal aufs Neue staune ich sprachlos, wie du all das packst. Um ehrlich zu sein, könnte ich mich mit Sicherheit nicht regelmäßig zu solch einen Aufwand, wegen einer einzigen Vorlesung, motivieren... Hut ab, wirklich!
    Ich wünsche dir von Herzen das Beste: dass es dir bald besser geht, vor allem auch was dein Bein betrifft, dass Pauline wieder Ruhe findet und dass die Schwangerschaft bis zum Ende hin gut verläuft.
    Liebste Grüße ♥

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    1. Ja, leider schon! Aber ich muss gestehen: zu den meisten Vorlesungen gehe ich dann auch gar nicht. Lediglich eine werde ich besuchen, da es Physik ist und ich dafür wirklich viel tun muss, um zu bestehen! Ansonsten gehe ich noch zu zwei Seminaren, da die Anwesenheit dort quasi verpflichtend ist.
      Aber es ist nicht so schlimm, wie man denkt. Ich mache das nun seit über 4 Jahren so und komme damit super zurecht! :) ♥

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  2. Man gewöhnt sich eben irgendwann an alles, oder?
    Trotzdem hast du dafür echt meinen vollen Respekt! Mit Physik kämpfe ich auch immer ein bisschen. :) ♥

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