♢ Hallo Babykugel! ♢♢ 17. & 18. Schwangerschaftswoche ♢


Hier hat sich so einiges getan, vor allem an meinem Bauchumfang.

Baby-Party
Den kleinen Mann spürte ich erstmals ganz ganz zart in der 11. Woche und entsprechend der Größe des Kindes waren die Bewegungen eher zurückhaltend. Sehr zurückhaltend. Manchmal vergingen Tage und ich spürte das Baby überhaupt nicht, doch das bereitete mir keine Sorgen. Schließlich war es ja auch noch sehr früh. Seit der 17. Woche hat sich das allerdings geändert, was mich sehr freut! Die Bewegungen kann man sogar schon von außen sehen, wenn man viel Geduld mitbringt. Diese hatte Moritz bisher leider noch nicht, doch ich bin mir sicher, dass es nicht mehr lange dauert, bis auch er die Bewegungen sehen und spüren wird. Der kleine Mann macht besonders am Morgen, am Nachmittag und am Abend, wenn ich zur Ruhe komme, auf sich aufmerksam, indem er mit seinen winzigen, aber schon so kräftigen Füßchen, aus dem Bauch ‚Hallo’ sagt. Ich meine mich zu erinnern, dass Pauline erst zu einem späteren Zeitpunkt der Schwangerschaft so aktiv war {Ihre Bewegungen spürte ich erstmals übrigens in der 16. Woche}, doch bei ihr hatte ich auch eine Vorderwandplazenta, die die Bewegungen dämpfte. Ich genieße diese intensiven Bewegungen so sehr und könnte stundenlang da liegen, in mich hineinhorchen und den Bauch beobachten. Doch tagsüber lässt Pauline, das kleine Kraftbündel, dies natürlich nicht zu und am Abend bin ich derzeit mit einer Hausarbeit im Fach Deutsch beschäftigt. Also falle ich am Ende des Tages einfach ins Bett und schlafe ziemlich schnell. In der Regel werde ich dann auch ziemlich schnell wieder geweckt- von Pauline.

Warum mich diese Schwangerschaft traurig stimmt
Ich freue mich über die Schwangerschaft und ich freue mich auf die bevorstehende Baby-Zeit. Ich würde sogar behaupten, dass ich mich noch mehr freuen kann, als bei Pauline, denn all die Selbstzweifel und Unsicherheiten, die mich damals plagten, gibt es jetzt nicht mehr. Das schafft Raum für positive Emotionen, für pure Vorfreude.
Doch immer wieder und in letzter Zeit immer öfter überkommt mich das Gefühl von Traurigkeit. Wieso dem so ist?
Weil ich mich zur Zeit ein Stück weit im Stich gelassen fühle, was die Schwangerschaft betrifft. Ich erlebe sie ganz alleine und oft fehlt im Alltag die Zeit, um mit Moritz über die Emotionen dessen, was ich zur Zeit erlebe, zu reden. Zu einem großen Teil liegt das auch daran, dass für ihn die Schwangerschaft überhaupt nicht greifbar ist. Ganz nach dem Motto: „Solange kein Baby da ist, betrifft mich das Thema nicht!“. Versteht mich nicht falsch: Moritz ist ein großartiger Partner und ein noch besserer Vater für Pauline. Bis auf die herumliegenden Socken (!!) (Moritz’ heimlicher edit: Jajajaja,... :D - Wenn ich denn mal Socken hätte!! Ich laufe immer rum wie Kaspar Hauser weil du meine Socken trägst.) in der Wohnung und eben der Tatsache, dass die Schwangerschaft für ihn etwas sehr abstraktes ist, habe ich nichts an ihm auszusetzen. Auch bei Pauline war er sehr verhalten und hatte keinen großen Redebedarf. Doch damals gab es nur ihn und mich und keinen Wirbelwind, der unser Leben {positiv} aufmischte und unser neuer Mittelpunkt war. Nun entzieht er sich der Schwangerschaft doch öfter, als es mir lieb ist. Er weiß nichts auf meine Worte zu entgegnen, wenn ich ihm vom Baby, von unserem Kind erzähle. Er legt seine Hand nicht auf meinen Bauch, wenn die Situation es erlaubt. Wenn ich ihn darum bitte, sie doch mal aufzulegen, dann sehe ich an seinem Blick, dass ihn das nicht erfreut oder er genervt ist.

Ja wisst ihr, wenn ich das objektiv betrachte, ganz nüchtern und rational, dann kann ich seine und meine Position verstehen. In mir passiert gerade so viel und täglich wird das Band zwischen dem Baby und mir fester und inniger. Jeden Tag ist da ein bisschen mehr Liebe, ein bisschen mehr Vorfreude, ein bisschen mehr Mutterstolz. Und all das möchte mitgeteilt werden. Am liebsten natürlich dem Partner, mit dem man sein Leben teilt, der einem so nahe steht, wie kein anderer Mensch.
Doch auf der anderen Seite ist Moritz Alltag so sehr von Verpflichtungen und dem Familienleben geprägt, dass er nur wenig Zeit für sich und seine Gedanken hat. Oder eben für uns- als Paar. Dann kommt hinzu, dass er die Schwangerschaft natürlich ganz anders erlebt als ich, passiv. Er freut sich über das Kind und er freute sich auch über die Schwangerschaft. Doch es ist einfach nicht seine Welt, sich über die damit verbundenen Emotionen zu unterhalten. Vielleicht liegt das auch daran, dass diese Emotionen in ihm erst mit der Geburt geweckt werden.
Und auch wenn ich es objektiv verstehen und nachvollziehen kann, so sehne ich mich emotional nach mehr Unterstützung. Nach echtem, eigenen Interesse an der Schwangerschaft, an seinem Kind. Ich sehne mich nach einem offenen Ohr. 
Wohlmöglich liegt meine Traurigkeit diesbezüglich auch einfach an den vielen Hormonen, die mich zur Zeit durchströmen. Doch sie ist da. Mal mehr, mal weniger, aber immer wieder. Doch wer weiß, vielleicht ändert sich das alles mit dem wachsenden Bauch, der ihm vor Augen hält, wie real das alles ist.

Aktuelle Beschwerden und Wehwehchen
Das schlimmste Übel ist zum Glück bereits seit einigen Wochen abgehakt: die lästige Übelkeit und das ständige Erbrechen. Doch nun verspüre ich im äußeren, rechten Oberschenkel ein fast permanentes Kribbeln, welches total unangenehm ist. Selten, vor allem am Abend, wenn ich zur Ruhe komme, durchläuft ein blitzartiger Schmerz das Bein. Erleichterung verspüre ich nur, wenn ich die betroffene Stelle schlage oder ich es bewege. Wobei Bewegung es manchmal auch verschlimmern kann. Ich vermute, dass es mit den Nerven zusammenhängt. Außerdem habe ich kürzlich etwas über das ‚Restless Leg Syndrom’ gelesen, was teilweise auf die Symptome zutrifft. Bei Pauline hatte ich dieselben Beschwerden, doch sie fingen bei ihr viel später an, etwa um die 24. Woche. Nach der Geburt ließ diese Gefühlsstörung allmählich nach, bis sie ganz verschwunden war. Deshalb hoffe ich nun einfach, dass es diesmal genau so sein wird. Dennoch werde ich dieses Wehwehchen beim nächsten Arzttermin ansprechen.
Was ich ebenfalls klären muss, ist ein Knoten in meiner linken Brust, der seit etwa 5 Wochen wächst und mit seiner Größe auch an Schmerzen zunimmt. Ich erkläre mir dies durch die sich vorbereitende Brust aufs Stillen, doch ich möchte natürlich auf Nummer sicher gehen. Man weiß ja leider nie, was dahinter stecken könnte.

Was hat sich getan?
Der Bauch hat einen riiiiesigen Sprung gemacht, wie ich finde! Von heute auf morgen war sie plötzlich da: die Babykugel. Und das sogar am Morgen und nicht erst nach fünf  Mahlzeiten! Beim Messen des Bauchumfangs konnte ich dann ganz deutlich erkennen, dass da wohl jemand prächtig wächst und gedeiht in meinem Bauch. Ach und was vielleicht auch erwähnenswert wäre: diesmal hat mein Bauch eine ganz andere Form, als damals mit Pauline im Bauch. Er ist viel 'spitzer', wenn ich ihn von oben betrachte. 

·      Gewicht: 52 kg (+ 2kg)
·      Bauchumfang: 86 cm (+3cm) 

Abgesehen von der eben beschriebenen Traurigkeit und den Wehwechen geht’s mir als Schwangere blendend! Ich fühle mich schwanger sehr wohl und kann die milderen oder gar wärmeren Temperaturen eigentlich kaum erwarten, weil ich den Bauch dann endlich nicht mehr unter einer dicken Jacke verstecken muss! Also lieber Frühling, beeile dich doch bitte!

xxx, B.








Kommentare:

  1. Jetzt muss ich mal was lowerden :
    ich bin eher eine stille Leserin und kommentiere sehr selten, aber bei dir muss ich jetzt fast was schreiben. Du schreibst so unglaublich schön! Nicht um den heißen Brei, sagst was Sache ist und machst nix schöner als es ist. Und du bist natürlich eine sehr, sehr schöne Schwangere und ich kann es kaum erwarten auf welchen Namen ihr euch für euren Spitzbuben einigt :)

    Ganz liebe Grüße,
    Steffi

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    Antworten
    1. Oh liebe Steffi,
      danke für deine lieben Worte! Es tut immer wieder gut, solch netten Kommentare zu lesen!

      Sei ganz lieb gegrüßt,
      Bini

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