♢ Von Wünschen und Erwartungen an das ungeborene Kind ♢♢ Hört damit auf, liebe Eltern! ♢


Wenn man noch kinderlos ist, hat man nicht selten ganz bestimme Vorstellungen von seinem Kind. Man hat eine Vorstellung davon, wie es einmal aussehen könnte, was für einen Charakter es haben wird und welchen Hobbys es nachgehen wird. Oft bleibt es bei unerfüllten Wünschen, wenn es um den Nachwuchs geht. Denn was viele werdende Eltern vergessen: das Kind entsteht nicht nach unseren Wunschvorstellungen und es wird seinen eigenen Weg gehen.


 Ja, wie soll es eigentlich sein, das sogenannte zukünftige Kind? Als ich mit Pauline schwanger war habe ich sie mir so gut wie jeden Tag versucht vorzustellen: sie würde bestimmt so wundervoll blaue Augen haben wie ihr Vater und als Kind blond sein. Im Alter würden die Haare dunkler werden, so war es schließlich auch bei Moritz und mir. 
Ich stellte mir immer ein sehr liebes, ausgeglichenes und einfaches Kind vor. Meine Mutter sagte mir stets: "Je entspannter eine Schwangerschaft verläuft, desto entspannter sei auch das Kind." 
Ha, damit lagst du falsch liebe Mutti. Ich hatte eine sehr ruhige Schwangerschaft, doch von einem ruhigen, ausgeglichenen Kind kann nicht die Rede sein. Natürlich hatte auch ich mal Stresssituationen während ich schwanger war, doch die waren immer der Uni geschuldet und nicht besonders wild. Ansonsten ließ ich es mir wirklich gut gehen. Moritz und ich verbrachten viel Zeit zu zweit, er kochte für mich, verwöhnte mich und ich konnte wirklich viel entspannen. 
Ich war mir sicher: das Kind wird so, wie ich es mir vorgestellt habe. Es wird ein Traumkind.

Doch wie sieht die Realität aus? Natürlich ganz anders, als ich es mir damals vorgestellt habe. Das Pauli-Kind hat keine blauen Augen. Ihre Augen sind stattdessen grün-braun. Und obwohl ich mir nie ein Kind mit roten Haaren gewünscht habe, hat sie einen rötlichen Stich in den Haaren. Sie ist eine kleine Erdbeerblondine, wie wir sie liebevoll nennen. 
Außerdem ist sie laut, frech und auf ihre Art und Weise das für mich wundervollste Kind dieser Welt. Ja, auch wenn sie so ganz anders ist, als ich sie mir vorgestellt, sogar schon gewünscht habe, habe ich ein Traumkind an meiner Seite. Ein Traumkind, das ich mir heute nicht anders wünschen würde. Ein Traumkind das für mich perfekt ist, so wie sie ist. 

Viel zu viele Eltern gehen mit falschen Vorstellungen und Wünschen in eine Schwangerschaft. Schon das ein oder andere Mal habe ich mitbekommen, dass Eltern enttäuscht waren, wenn sie das Geschlecht erfahren haben. Sie hätten sich ja eigentlich das jeweils andere Geschlecht gewünscht. Das finde ich unglaublich traurig, denn wir lieben unsere Kinder ja nicht aufgrund ihres Geschlechts. Wir lieben sie ihretwegen. 

In dieser Schwangerschaft sind meine Gedanken also ganz anders, als in der vorherigen. Anstatt Erwartungen an mein ungeborenes Kind zu haben, wie es sein soll, was es sein soll, wünsche ich mir lediglich eine unkomplizierte Schwangerschaft und ein gesundes Kind.
Auf die Frage, ob wir uns nun einen Jungen wünschen würden, entgegne ich, dass wir keinen Wunsch haben, was das Geschlecht betrifft. Nein, ich weiß, dass wenn ich dieses Kind im Arm halten werde, die Welt für mich perfekt sein wird. Perfekt mit dem Kind wie es sein wird. Perfekt mit dem Kind wie es ist. 

Bis dahin bin ich voller Vorfreude auf unser neues Familienmitglied, unser weiteres Kind kennenzulernen und mit Liebe zu überhäufen. Bis dahin erfreue ich mich an meiner kleinen, perfekten Tochter, die unser Leben mit so viel Glück und Erfüllung füllt.


xx, Bini

Liebe im Bauch!




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