♢ Partnerschaft mit Kind ♢♢ Was dir vorher keiner erzählt ♢


Eine Partnerschaft wird durch ein Kind grundlegend verändert, so war es jedenfalls bei uns. Man hat nicht mehr nur einander im Fokus, sondern das gemeinsame Kind.



Man schläft nicht mehr nebeneinander, denn in der Mitte liegt das kleine Bündel Liebe. Man isst nicht mehr gemeinsam am Tisch, denn meist muss man einfach eine freie Minute nutzen, um sich schnell ein Brot zu machen. Man findet keine Zeit für die Zweisamkeit, denn das Kind benötigt all’ die Aufmerksamkeit, Energie und Zeit.
Man verbringt den Abend nicht mehr zusammen, weil die Mama einfach mit dem Kind im Bett bleibt, damit es in Ruhe schläft.
Ohne dass man es merkt, distanziert man sich voneinander. Jeden Tag ein bisschen mehr.
Das wird mir immer ganz besonders bewusst, wenn wir uns nach langer Zeit in den Arm nehmen. Denn erst dann merke ich, wie lange wir das nicht mehr getan haben.

All’ die aufgeführten Dinge führen natürlich zu Frust und Reibereien im Alltag. Es wird sich viel schneller über die Socke aufgeregt, die neben dem Wäschekorb landet, anstatt darin. Es wird viel schneller mit den Augen gerollt, wenn man auf einen Fehler oder das eigene Missverhalten hingewiesen wird. Ein Streit wird irgendwann nicht mehr ernstgenommen, da er sowieso viel zu häufig vorkommt.

Für mich war das alles erschreckend, denn so habe ich, haben wir uns das nicht vorgestellt. Unser Kind war kein Unfall, sie war geplant und ein absolutes Wunschkind. Sie sollte unsere Beziehung krönen und nicht entzweien.
Doch ich denke, dass es wie mit so vielen Erwartungen und Hoffnungen ist: in der Vorstellung ein Kind zu haben, ist nämlich kein Platz für negative Gedanken. Alles wird romantisiert, alles scheint so perfekt, aber eben auch nur in der Vorstellung. Denn die Erfahrung lehrt uns manchmal etwas anderes. Die harte Realität. Nicht zu Unrecht scheitern viele Beziehungen im ersten Jahr mit Baby. 

Doch wie begegnet man diesem Problem, um weiterhin ein Paar, eine Familie zu bleiben?
Reden, reden, reden. Das ist das A und O.
Oft stauen sich viele Gefühle, Angst und Wut an. Der Partner hat keine Chance darauf zu reagieren, wenn er/ sie nichts davon weiß. Sowas kann man schließlich nicht riechen. 
Nehmt euch Zeit für einander, ganz bewusst. Auch wenn es doof klingen mag, aber verabredet euch. 
Um einander in den Arm zu nehmen. Um zu reden. Um Sex zu haben. Um etwas gemeinsames zu unternehmen. Um Zeit zu zweit zu verbringen. Gemeinsam. 
Wir Eltern sind so bemüht unseren Kindern Rituale näher zu bringen, um den Alltag zu erleichtern. Wieso sollten wir als Paar also nicht bemüht sein, solche Rituale in eine Beziehung einzubauen, um sie zu pflegen? Es hilft wirklich. 
Im März sind wir sogar kurzerhand nach Mallorca geflogen, um dem Alltagsstress zu entfliehen und uns nur auf uns zu konzentrieren. Wir haben viele unserer Ersparnisse, die für die Hochzeit vorgesehen waren, in dem Urlaub aufgebraucht. Wir gingen Essen, wir kauften ein, wir ließen es uns gut gehen. Wir brauchten das, sehr sogar. Es war unvernünftig die Ersparnisse nicht für die Hochzeit zu nutzen, doch wir sagten uns, dass WIR nun wichtiger sind. Was haben wir von dem Geld, wenn wir uns in den nächsten Monaten so sehr verkracht hätten, dass eine Hochzeit undenkbar gewesen wäre? Genau, rein gar nichts.

Also, redet, nehmt euch Zeit für einander und bemüht euch um die Beziehung. Heutzutage werden Beziehungen so inflationär gewechselt, anstatt an ihnen zu arbeiten. Denn auch eine neue Beziehung wird Probleme mit sich bringen. Das Geheimnis liegt darin, dass man an einem Strang zieht und Probleme gemeinsam bewältigt.
Erst dadurch wird das Band zueinander noch fester. 

Arbeitet an euch. Nicht nur zur Liebe eurer Kinder, sondern euretwegen. Ihr seid es euch wert!


xx, Bini  




Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. Du schreibst mir aus dem Herzen!! :*

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  3. Liebe Bini, du schreibst sehr schöne Artikel auf deinem Blog :D Es macht Spaß, diese zu lesen. Du kannst wunderbar deine Gefühle und Erfahrungen in Worte fassen. Wundervoll! Bleib dabei und danke, dass du diese öffentlich und für uns zugänglich machst ;) Es tut immer gut, andere Perspektiven zu erhalten. Euch noch viel Glück und Erfolg weiterhin! Darüber nachdenken, wie es ist und Ziele zu haben und wie diese Ziele erreicht werden von euch als Familie, das ist wunderbar und vorbildlich. Vielen Dank dafür :D Beste Grüße, Marlis

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