10 Tipps für studierende Eltern


In wenigen Tagen geht das Wintersemester nicht nur für mich, sondern auch für ganz viele andere studierende Eltern los. Doch der Stress beginnt nicht etwa mit Start des neuen Semesters, nein nein! Er beginnt jetzt! 
Kurse müssen zeitlich geschickt gelegen werden, man muss eine Bleibe für das Kind organisieren und als wenn das nicht noch genug wäre, müssen viele Eltern auch noch schauen, wie sie ihren Arbeitsplan am besten mit Kind und Studium vereinbaren können. 
Studieren mit Kind{-ern} ist keine Leichtigkeit, aber es ist machbar. 

Hier sind einige meiner Tipps und Erfahrungen nach zwei Semestern mit Kind: 


1. Zeitmanagement ist alles! 
Egal ob es um den Stundenplan geht, die Arbeit oder die Kinderbetreuung: legt euch alles zeitlich möglichst raffiniert, damit ihr potentiell am wenigsten Stress habt. Wenn die Oma morgens aufs Kind aufpassen kann, dann belegt möglichst frühe Kurse. Wenn der Papa jeden Freitag Nachmittag frei hat, bietet das ebenfalls ein zeitliches Fenster für Kurse oder den Nebenjob. Und wenn es an einem Tag mal gar nicht geht, dann ist das eben so! Das Kind steht immer an erster Stelle. 


2. Es kommt anders, als man denkt! 
Als ich schwanger war, hatte ich einen Plan und ich wollte ihn so und nicht anders umsetzten, no matter what! Den Plan habe ich damals allerdings ohne Pauline gemacht. Pauline ist ein sehr Mamabezogenes Kind und ernährt sich auch mit 14 Monaten noch fast ausschließlich von Muttermilch. Das bedeutet für mich, dass ich meinen Bachelor nicht wie geplant in sieben Semestern beenden kann, sondern dass ich etwas langsamer studiere und mehr Zeit mit Pauline verbringe. Anfangs war das eine ganz schöne Zerreißprobe für mich, doch letztendlich habe ich eingesehen, dass der Stress es einfach nicht wert ist. Auf die paar Semester mehr oder weniger kommt es auch nicht an. Dafür kann mir die Zeit mit meinem Kind keiner mehr nehmen! 

3. Kommilitonen können dir das Leben retten! 
Wer ein Einzelkämpfer ist, wird es im Studium schwer haben. Das ist zumindest meine Erfahrung. Ich habe so viel Unterstützung durch Kommilitonen und Freunde erfahren, dass ich dadurch tatsächlich mehr Module abschließen konnte, als ich es allein in einem Semester hätte tun können. Ich hätte es auch ohne sie geschafft, aber hätte dafür dann mit Sicherheit ein bis zwei Semester mehr gebraucht. So habe ich Zeit und Nerven sparen können! Danke, Danke, Danke! 

4. Nimm Hilfe an! 
Ich mag es mir selbst ja nicht eingestehen, aber ich bin ein sehr stolzer und sturer Mensch. Manchmal sogar zu Stolz, um Hilfe anzunehmen. Das ist dumm! Lasst euch helfen, ihr habt ohnehin schon so viel zu tun! Die Oma oder eine gute Freundin kümmern sich sicherlich gerne Mal um das Kind! 


5. Schlafenszeiten ausnutzen! 
Ich weiß, ich weiß. Manchmal würde man sich am liebsten zum Kind ins Bett legen und einfach schlafen. Hin und wieder tue ich das auch, aber wenn ich viel zu tun habe, insbesondere wenn ich lernen muss, nutze ich die Zeit des Mittagsschläfchens oder die des Nachtschlafs, um möglichst viel zu erledigen. Es lässt sich eben besser Lernen, ohne ständig darauf achten zu müssen, ob das Kind wieder irgendeinen Gegenstand im Klo versenken möchte. 

6. Die Handy-Lernmethode! 
Wenn es so richtig stressig für mich wird, erarbeite ich eine Power-Point oder eine Zusammenfassung und lade sie mir aufs Handy. Jedes Mal wenn ich das Bedürfnis verspüre meine Sozialen Medien zu öffnen, schaue ich mir stattdessen die Lernzusammenfassungen auf dem Handy an. Das geht übrigens überall: im Bett, unterwegs, auf der Toilette oder beim Essen. Wenn Pauline mal wieder ganz viel Nähe beim Schlafen braucht, kann ich so zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen: ich bin bei ihr im Bett und kann nebenbei Lernen! 

7. Auf dem Weg zur Uni und nach Hause lernen! 
Bereitet zu Hause alles soweit vor, dass ihr im Zug nur noch lernen könnt. Bei mir klappt das immer ganz wunderbar, weil ich am besten Lernen kann, wenn Pauline nicht um mich ist. Wer längere Fahrten zur Uni hat, kann die Zeit auch nutzen, um etwas vor- oder nachzubereiten. Was natürlich auch immer geht, ist Literatur zu lesen! 

8. Bibliothek 
Wenn ihr die Möglichkeit habt, dass jemand auf euer Kind aufpasst, dann geht in die Bibliothek! Dort kann euch nichts ablenken und ihr könnt euch prima vor- oder nachbereiten und lernen! 

9. Vergiss dich nicht. 
Oft unterschätzt, dabei ist es so wichtig: sich in all' dem Trubel auch mal Zeit für sich nehmen. Ob ein Buch, ein Bad oder ein Kaffee mit einer Freundin, Hauptsache du kannst abschalten und dir Zeit für dich nehmen. 

10. Nutzt das Studium als Familienzeit! 
Seid mal ehrlich zu euch selbst: ihr werdet nie wieder so flexibel und selbstständig sein, wie während der Studienzeit. Deswegen nutzen Moritz und ich das Studium auch so richtig aus und verbringen ganz viel Zeit zu dritt. Das wäre so nicht möglich, wenn einer von uns fest angestellt wäre und arbeiten würde. Wenn es Pauline mal nicht gut geht, bleibe ich eben zu Hause. Wenn ich merke, dass Pauline meine Nähe noch sehr braucht, dann belege ich einfach weniger Kurse, als geplant. Die Semesterferien bieten uns zudem ganz viele Möglichkeiten, um spontan zu bleiben. So haben wir einen Flug nach Mallorca gebucht und saßen nur 10 Stunden später im Flieger. 
Nutzt es aus! 

Mit viel Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und Unterstützung ist ein Studium mit Kind wirklich zu schaffen! Man darf sich selbst nur nicht unter Druck setzten und muss bereit sein, Umwege zu gehen. Wenn ich das hinbekommen kann, dann auch ihr! Da bin ich mir ganz sicher! 

Was sind eure Tipps und Tricks für ein Studium mit Kind? 


xx, Bini

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